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Library of Congress, Cataloger’s Desktop 4.0

Dienstleistungen für 10.000 Bibliothekare und 1.000 Institutionen weltweit

HINTERGRUND

Die Library of Congress („LC“) ist die älteste kulturelle Insititution der Vereinigten Staaten auf Bundesebene und gleichzeitig die größte Bibliothek der Welt. Hier befinden sich Millionen Bücher, Aufzeichnungen, Fotografien, Karten und Manuskripte. Die LC nimmt auch eine Führungsposition für Bibliotheken in aller Welt ein. Um der Gemeinschaft der Bibliothekare dienen zu können, hat die Library of Congress die Anwendung Cataloger’s Desktop („Desktop“) entwickelt, die ein durchsuchbares Informationsliefersystem mit über 300 vordefinierten Informationsquellen darstellt.  

Die Aufgabe des Desktops ist es, Mitarbeitern in Bibliotheken schnellen Zugang zu Informationen zu bieten, die diese benötigen, um bibliografische Metadaten für eingehende Bibliotheksressourcen zu erstellen. Er wird von mehr als 10.000 Bibliothekaren in gut 1.000 Institutionen weltweit genutzt, die diesen Dienst abonniert haben. Seit der ersten Veröffentlichung 1994 hat der Cataloger’s Desktop sich zu einem weitreichend genutzten und maßgebenden Dienst im Internet entwickelt, der es Bibliothekaren, die professionell mit der Erstellung von Katalogen befasst sind ermöglicht, effizienter zu arbeiten, da ihnen jederzeit die aktuellsten Kataloginformationen vorliegen.

CATALOGER'S DESKTOP 4.0 - 2014 VERBESSERUNGEN UND MIGRATION ZU SOLR

Search Technologies unterstützt und hostet den Cataloger’s Desktop seit 2009, damals noch erstellt durch FAST ESP und ProPublish. 2014 wurde das System dann komplett umgestellt, Search Technologies hat die Migration für die Library of Congress vorgenommen, hin zu einer neuen Plattform, basierend auf der Open-Source-Suchmaschine Solr und einer überarbeiteten Benutzeroberfläche, die völlig neu erstellt wurde.

Zu den Zielen der Migration gehörte, die Möglichkeiten neuerer Technologien auszunutzen, auf eine neue Hosting-Plattform zu migrieren und spürbare Verbesserungen bei der Benutzererfahrung zu erwirken. Einige der Verbesserungen basieren auf Erkenntnissen aus Interviews, durch Fokusgruppen und Umfragen bei Kunden des Desktops.   

 

Zusammenfassung der Verbesserungen in Version 4.0

Die 2014 eingeführte Version 4.0 des Cataloger's Desktop bietet einige deutliche Verbesserung gegenüber früheren Versionen, vor allem die folgenden Optimierungen hinsichtlich Leistung und Benutzerfreundlichkeit:

  • Das System wurde von der Legacy-Suchmaschine FAST ESP auf die auf Open-Source basierende Suchmaschine Solr migriert.
  • Solr wurde durch die Query Processing Language (QPL) von Search Technologies eingesetzt und erweitert.
  • Das Aspire Content Processing-Framework von Search Technologies wird verwendet, um die über 300 Ressourcen des Desktops zu durchsuchen, sowohl Internetquellen als auch statische Ressourcen.
  • Eine komplett neue Benutzeroberfläche wurde eingesetzt, basierend auf den Anforderungen, die durch Sitzungen mit Fokusgruppen der Desktop-Kunden bestimmt wurden.
  • Die Benutzeroberfläche wurde über zugängliche Designrichtlinien neu entworfen, um den Desktop auf verschiedenen Bildschirmgrößen und Tablets zu unterstützen.
  • Der Cataloger’s Desktop 4.0 wurde in eine Cloud-basierende Hostingumgebung migriert (Amazon EC2), die der LC Flexibilität und Zuverlässigkeit bietet, auch bei weiterhin steigenden Anforderungen an die Rechenleistung.

Die Abonnenten des Cataloger’s Desktop verfügen jetzt über eine benutzerfreundliche Schnittstelle und extrem schnelle Antwortzeiten. Die Library of Congress verfügt über eine flexible, zuverlässige und vielseitige Grundlage für den Cataloger’s Desktop, die noch auf Jahre hinaus nutzbar sein wird. 

 

Cataloger's Desktop - Dienste für Suchen, Browsen und Präsentation

Die Suchfunktionen für den Cataloger's Desktop umfassen die Suche nach Stichwörtern, Platzhaltern und Ausdrücken, mit Booleschen Operatoren und verschachtelten Ausdrücken, Rechtschreibprüfung, Unterstützung für Multiterm-Synonyme und Hervorhebung von Treffern.

Zu den navigierbaren Facetten der Suchergebnisse gehören Quelldokumente, Katalogaufgaben, Materialart, Herausgeber, Ressourcenart, Sprache, Land und neue Ressourcen.

Die Personalisierung kann durch Verwendung von Lesezeichen, gespeicherte Suchen, gespeicherte Sitzungen und Shortcuts erreicht werden und bietet damit auch eine verbesserte Benutzererfahrung. 

Browsen durch die Sammlung ist über Inhaltsverzeichnisse möglich, so dass die Benutzer schnell zu speziellen Ressourcen und Dokumentationen navigieren können.

Präsentationsdienste ermöglichen es dem Benutzer, den kompletten Text des Dokuments im Webbrowser oder auf dem Tablet anzusehen. Die zugängliche Schnittstelle ermöglicht es Benutzern, durch den Content einer Ressource zu navigieren, eine Suche über den darin enthaltenen Content auszuführen und den Verknüpfungen zwischen Dokumenten zu folgen. 

CATALOGER'S DESKTOP 3.0: ONLINE MIT VERBESSERTER SUCHE

Der ursprüngliche Cataloger's Desktop bestand aus zehn gedruckten Publikationen der Library of Congress. Diese wurden dann schließlich auf CD-ROM veröffentlicht. 2008 beschloss die Library of Congress, dass ein Upgrade des Cataloger’s Desktop 2.0 an der Zeit war. Ziele des Upgrades waren:

  • Das System auf ein neueres, webbasiertes Modell zu migrieren
  • Die Anzahl verfügbarer Ressourcen für Kataloge zu steigern, damit auch solche eingeschlossen werden, die bisher nur im Internet verfügbar waren
  • Die Leistung der grundlegenden Such- und Browsefähigkeiten zu modernisieren und verbessern

Die Library of Congress hatte auch erkannt, dass die verfügbaren Möglichkeiten zu Suche und Entdeckung, wie z.B. Navigation über Facetten, „Ähnliche Ergebnisse“, Fuzzy Matches, Personalisierung und fortgeschrittene Techniken der Relevanzbewertung die Effektivität des Dienstes stark verbessern würden. Darüber hinaus wollte die Library diverse Verbesserungen an der Benutzeroberfläche des Cataloger’s Desktop vornehmen, so dass die Produktivität professioneller Katalogmitarbeiter gesteigert wird. Sie planten auch, zusätzliche Datenquellen wie RSS-Feeds der Library of Congress und andere angemessene Quellen mit aufzunehmen. 2009 wurden die Ergebnisse dieser Initiative schließlich in Version 3.0 des Cataloger's Desktop umgesetzt.

 

Zusammenfassung der Verbesserungen in Version 3.0

Diese Version wurde im November 2009 freigeschaltet und verfügte über eine beeindruckende Liste der Verbesserungen an Such- und Erforschungsmöglichkeiten:

  • Implementierung einer Suchplattform über FAST ESP
  • Fuzzy Matches (Treffer bei alternativen Schreibweisen und Tippfehlern)
  • Finden/Ausschließen von ähnlichen Ressourcen basierend auf Beispielen
  • Navigation über Facetten und dynamische Eingrenzung, einschließlich hierarchischer Organisation einiger Ressourcen
  • Navigation durch hierarchische Inhaltsverzeichnisse innerhalb großer Dokumente
  • Analyse des Kontexts
  • Fortgeschrittene Techniken der Relevanzbewertung
  • Suchverlauf
  • Eine Sucherfahrung, die sich dem Benutzerverhalten anpasst 

PLÄNE FÜR DIE ZUKUNFT

Search Technologies wird auch in Zukunft mit der Library of Congress daran arbeiten, den Cataloger's Desktop weiterhin gute Benutzererfahrungen durch hohe Leistung und Benutzerfreundlichkeit liefern zu lassen. Der Erfolg des Programms wird durch die vielen Komplimente ersichtlich, die die Library of Congress von Bibliothekaren weltweit bekommt, denen diese Anwendung ihre Arbeit erleichtert.

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